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Mediation

Mediation

Definition Mediation

Mediation ist ein freiwilliges Verfahren, in dem die Parteien miteinander Entscheidungen treffen, die auf ihrem Verständnis von sich selbst, dem des anderen und der sie umgebenden Realität beruhen.

(Quelle: Jack Himmelstein/Gary Friedmann)

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem Parteien mit Hilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung Ihres Konfliktes anstreben.

(Quelle: Mediationsgesetz vom 26.07.2012)

1. Verfahrensgrundsätze

Das Mediationsverfahren ist durch diese sechs Grundprinzipien geprägt:

  • Allparteilichkeit/Unabhängigkeit des Mediators; Mediatoren haben keine Entscheidungsgewalt im Hinblick auf den Streitgegenstand, sind weder Richter noch Schlichter; aufgrund ihrer Allparteilichkeit führen Mediatoren keine Rechtsberatung durch.
  • Direkte Kommunikation und Selbstverantwortlich der Parteien
  • Autonomie: Die Parteien bestimmen Anfang und Ende der Mediation;
  • Vertraulichkeit und Nicht-Öffentlichkeit; informelle/außergerichtliche Konfliktbearbeitung, flexible Verfahrensgestaltung;
  • Ergebnisoffenheit der Verhandlungen und Konsensorientierung
  • Interessensgerechte und zukunftsgerichtete Regelung/Lösung des Konflikts (sogenannte Win-win-Situation).

2. Anwendungsgebiete und Geeignetheit der Mediation

Die Methode der konstruktiven Konfliktlösung durch Mediation ist universell einsetzbar. Im Vordergrund steht die Lösungsorientierung; Harmonie herzustellen ist nicht das vordringliche Ziel. Mediation ist immer dann sinnvoll, wenn die Parteien die Lösung ihres Konfliktes selbst bestimmen wollen, insbesondere wenn sie – aus welchen Gründen auch immer – künftig weiter Kontakt pflegen. Die Anwendungsgebiete umfassen so unterschiedliche Aufgaben wie die Vermittlungstätigkeit...

... im Unternehmens- und Wirtschaftsbereich:

  • Konflikte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern,
  • Vorgesetzten und Mitarbeitern
  • Geschäftsleitung und Betriebs-/Personalrat
  • zwischen Partnern/Gesellschaftern/Eigentümern, z.B. zur Regelung der Unternehmensnachfolge (insbes. In Familienunternehmen),
  • zwischen Abteilungen/Arbeitseinheiten
  • bei konzerninternen Konflikten aufgrund Fusionen, Übernahmen, Umstrukturieren
  • zwischen Geschäftspartnern, bei Konflikten zwischen Herstellern, Handwerkern, Händlern, Auftragsnehmern einerseits und Verbrauchern, Kunden und Klienten andererseits

Grundsätzlich lassen sich alle Konflikte mediatieren, selbst in Fällen, in denen die Atmosphäre aufgrund von erheblichen Enttäuschungen und Verletzungen vergiftet ist und eine gütliche Einigung unmöglich erscheint. Man kann vielmehr anders herum feststellen: Mediation ist dann angebracht, wenn der Konflikt so weit eskaliert ist, dass die Beteiligten außerstande sind, alleine in direkten Verhandlungen die Probleme kooperativ zu lösen. Entscheidend ist letztlich die Bedürfnis- und Interessenslage der Parteien, die Bereitschaft, „trotz allem“ einvernehmliche Lösungen zu erarbeiten. Besonders geeignet ist Mediation, wenn die Parteien - aus welchen Gründen auch immer – ein Interesse an einer künftig (weiter)bestehenden (persönlichen oder geschäftlichen) Beziehung haben. Die Durchführung eines Mediationsverfahrens ist insbesondere sinnvoll, wenn:

  • Die Auseinandersetzungen sehr komplex und verworren sind;
  • Zwischen den Parteien „nichts mehr geht“, der Gesprächsfaden abgerissen ist;
  • Der Konflikt stark emotionalisiert ist;
  • Auf einer zukünftigen Kontakt oder eine Zusammenarbeit nicht verzichtet werden kann;
  • Eine schnelle Lösung gefunden werden muss;
  • Größtmögliche Vertraulichkeit gewahrt werden soll;
  • Die Kosten niedrig gehalten werden sollen.

Sie haben nun einen ersten Eindruck über die Mediation und ihre vielfältigen Möglichkeiten gelesen. Wünschen Sie weitere Informationen und Auskünfte, rufen Sie uns an; wir unterstützen Sie gern.